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Weidepflege

In diesem Zusammenhange sei die Feuerzangenbowle erwähnt, in der Professor Bömmel anschaulich doziert: Wat is’n Weidepflege, da stellen wir uns zunächst einmal ganz dumm. Er würde dann fortfahren: En Weidepflege is, nur wenn man oben wat dran tut, kann unten wat dabei rauskommen.

Im wahrsten Sinne des Wortes ist die Basis einer guten Pferdeweide der Boden! Ob sandig, lehmig oder tonhaltig oder alles drei zusammen ist die Frage, die für den Bewuchs wichtig ist. Da helfen Auswertungen von Bodenproben weiter, die durch landwirtschaftliche Institute erstellt werden. Die richtige Mischung der Pflanzenzusammensetzung bestimmt den Wert einer Pferdeweide in der auch sogenannte Unkräuter ihren Platz haben. Die Bodenproben geben auch Aufschluß über den Düngezustand der Weide. Überdüngung schafft einseitigen Wuchs bestimmter Weidegräser und möglicherweise kranke Tiere.

Einseitigen Bewuchs fördert auch die Überweidung. Es ist unerlässlich regelmäßig die Weidegruppen umzutreiben. Die so freigesetzte Wiese muß ausgeschnitten werden, der Ausschnitt mit zurückgebliebenen Kot entfernt werden und anschliessend sollte der Grund mit einer scharfen Schleppe bearbeitet werden, damit der durch die Pferdehufe verdichtete Weidegrund wieder Luft bekommt. Das fördert das Bodenleben und dadurch den Pflanzenwuchs. Das Absammeln von Kot unterdrückt die die Aufnahme von Darmparasiten. Zu den Darmparasiten zählen nicht die Regenwürmer. Eine große Zahl von Regenwürmern im Boden sind Gold wert, deshalb sollte wir sie nicht an Angler verschenken.

Dass eine Pferdeweide nicht mit Stacheldraht eingefriedet werden sollte, sondern verletzungssicher sein muß, setze ich voraus, genau so wie ich voraussetze, dass eine Pferdeweide Schatten spendende Bäume vorweist . Das alles und noch viel mehr kann man bei Jutta von Grone Die Pferdeweide erschienen bei Müller-Rüschlikon nachlesen